BLOG ÜBER
DATENSCHUTZSKANDALE
UND ANDERES KLEINVIEH

Handel mit geleakten Daten aus der Scalable Capital Datenpanne

Im Oktober 2020 berichteten wir bereits über den Datenschutzvorfall bei Scalable Capital in dessen Zuge personenbezogene Daten wie Ausweisdaten, Fotos der Betroffenen, Kontaktdaten, Kontonummern oder Steuerdaten entwendet wurden. Der Zugriff ...

Datenpannen bei Subway und Ledger

Zum Jahresabschluss erreichten uns noch zwei Meldungen über Datenlecks. Das erste Datenleck trat bei dem französischen Hersteller von Hardware-Wallets Ledger SAS auf. Kunden von Ledger - weiteres zu möglichen Ansprüchen ...

Hotelreservierungsplattform legt Daten von Millionen von Gästen offen

Die Hotelreservierungsplattform Prestige Software bietet eine Hotelverwaltungssoftware an, die mit verschiedensten Online-Buchungsportalen wie Agoda, Booking, Expedia, Hotels.de und vielen weiteren verbunden ist. Bei dem in Spanien ansässigen Unternehmen wurde nun ...

Datendiebstahl bei Amazon

Erneut gibt es Nachrichten zu einer Datenpanne, die kein Kunde lesen will: Anfang vergangener Woche informierte Scalable Capital darüber, dass Mitarbeiter Kundendaten unerlaubt an Dritte weitergegeben haben. Nach Presseberichten soll nun ...

Schadensersatzanspruch nach Weitergabe persönlicher Daten

Aus datenschutzrechtlicher Sicht gibt es ein erfreuliches Urteil des Landgerichts Darmstadt, das einem Kläger einen immateriellen Schadensersatzanspruch in Höhe von 1.000,00 € zugestanden hat. Dem Schadensersatzanspruch liegt eine fehlgeleitete Nachricht ...

Verhandlung 17. Juli 2020 Datenleck Mastercard Priceless Specials

Vor dem Landgericht Frankfurt fand heute (17. Juli 2020) der erste Termin zur mündlichen Verhandlung in einem Hauptsacheverfahren zum Datenleck Mastercard Priceless Specials statt. Hierbei ging es unter anderem um ...

FAQ

Die Missbrauchsgefahr eines Datenlecks hängt von den geleakten Daten ab. Abhängig von den veröffentlichten Daten ist mit erhöhtem Spampotential bei Veröffentlichung der E-Mail-Adresse, Missbrauch von geleakten Passwörtern, Trojaner-Mails, Social Engineering und Phishing-Attacken zu rechnen. Die Gefahren sind umso höher, je mehr Daten dem Absender zur Verfügung stehen. Es besteht das konkrete Risiko von finanziellen Schäden, das sich durch den Missbrauch von Kreditkartendaten, die Erstellung von Bewegungsprofilen realisieren kann. Es steigt zudem das Risiko Opfer von Erpressungen oder Drohungen zu werden, insbesondere soweit sensible Daten betroffen sind. Gerade im Bereich der besonderen Kategorie personenbezogener Daten wie der politischen Gesinnung, Gewerkschaftszugehörigkeit, sexuellen Orientierung oder den Gesundheitsdaten besteht zuletzt ein erhöhtes Interesse, selbst zu entscheiden, wer Details hierüber erfährt.

Mit der Unterstützung von kleinfee, die die Ansprüche der Betroffenen gebündelt geltend macht. Besonders erfreulich für Betroffene: Nach Art. 82 Abs. 4 DSGVO haften der Verantwortliche und in die Verarbeitung gegebenenfalls einbezogene Auftragsverarbeiter als Gesamtschuldner für Verstöße. Nach Art. 82 Abs. 3 DSGVO ergibt sich zudem eine erhebliche Erleichterung für die Anspruchsdurchsetzung, da der Verantwortliche einen ordnungsgemäßen Umgang mit personenbezogenen Daten beweisen muss:

"Der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter wird von der Haftung gemäß Absatz 2 befreit, wenn er nachweist, dass er in keinerlei Hinsicht für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, verantwortlich ist."

Neben dem Auskunfts- und Unterlassungsanspruch steht Betroffenen ein Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO zu. Danach sind materielle Schäden (denkbar zum Beispiel Aufwand für einen Tausch der Mailadresse) wie auch immaterielle Schäden zu ersetzen. Hierunter sind pauschale Abgeltungen für spürbare Nachteile durch objektiv nachvollziehbare, mit gewissem Gewicht einhergehende Beeinträchtigungen von persönlichkeitsbezogenen Belangen zu fassen.

Zunächst einmal gewährt die DSGVO in Art. 82 Abs. 1 und das BDSG in § 83 Abs. 2 eine Entschädigung auch für immaterielle Schäden. Wenn auch die Rechtsprechung hierzu noch in den Kinderschuhen steckt, sind bei der Höhe der Entschädigung Art, Schwere, Dauer des Verstoßes, Grad des Verschuldens, die getroffenen Maßnahmen zur Minderung des den betroffenen Personen entstandenen Schadens, Umfang der Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden zur Abhilfe oder zur Minderung von nachteiligen Auswirkungen und die Kategorien von betroffenen personenbezogenen Daten zu berücksichtigen. Die Entschädigung soll dabei auch abschreckende Wirkung haben.

kleinfee, dafür zahlen Sie - im Erfolgsfall - eine prozentuale Beteiligung in Höhe von 15 % bei außergerichtlichem Erfolg und 25 % bei gerichtlicher Durchsetzung der Ansprüche.

Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir Sie über den Stand Ihres Verfahrens in unserer Rubrik "Blog über Datenschutzskandale und anderes Kleinvieh" auf unserer Startseite. Darüber hinaus bitten wir Sie von Anfragen abzusehen. Es ist gerade in einem relativ neuen Rechtsgebiet ohne ständige Rechtsprechung nichts Ungewöhnliches, dass der Abschluss einer Instanz viel Zeit (bis zu einem Jahr in Anspruch) nimmt.

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